Stadt Pöchlarn
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Architektenwettbewerb

Die Jury tagte am 12. März im Schloss Pöchlarn

Es wurden 9 Projekte eingereicht. Die Wahl des Siegersprojektes erfolgte einstimmig, mit Bürgerbeteiligung.

Die Sieger:



Jurymitglieder mit Preisträger
Jurymitglieder mit Preisträger
Arch. DI Ulrike Hums, Arch. DI Dominik Häusler
Arch. DI Ulrike Hums, Arch. DI Dominik Häusler

Projekt:

Modell
Modell

Plan 1
Plan 1
Plan 2
Plan 2
Präsentation des Siegerprojektes
am 13.03.08 imVolkshaus

Projektträger

Heimat Österreich
gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft m.b.H.
Tel.-Nr. 0662/437521 DW 485 -Fax 5485
Adresse: 5020 Salzburg, Plainstraße 5

www.hoe.at

Logo Heimat Österreich

Fotos vom Modell

Das Modell und die Pläne können am Stadtamt, Regensburgerstr. 11, besichtigt werden.

Abbruch

Mit den Abbrucharbeiten wurde am 3.11.2008 begonnen.

Ausführende Firma: Marchart GmbH, Kleinstetten

 

 

Grabungen

durch das Bundesdenkmalamt Wien

Befundübersicht Teil 1

Das unter dem antiken Namen Arelape bekannte Kastell entstand im 1./2. Jahrhundert n. Chr. Zur Sicherung der römischen Reichsgrenze(Limes). Heute ist der gesamte Kastellbereich überbaut. Oberirdisch war bis zu den Grabungen im Schlossareal in den Jahren 2002/2003 nichts mehr zu sehen. Umso sensationeller war daher auch die Freilegung der SO-Ecke des Kastells im Bereich des Seniorenheims mit zwei sehr gut erhaltenen Türmen.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

In Verbindung mit den bisherigen Grabungsergebnissen und Beobachtungen ist nun eine Vollständige Rekonstruktion der Südseite des Kastells möglich. Sie erstreckt sich über eine Länge von etwa 150 Meter vom Schloss bis zum Thörringplatz. Der nördliche Teil des Kastells wurde bereits durch die Donau bzw. den Bau des Schutzdammes zerstört.

Die ältere Lagerbefestigung bestand aus einer massiven Steinmauer mit innen angestellten Türmen. Im Inneren des Kastells wurden mehrphasige Holzbauen erfasst. Es handelte sich um Kasernen zur Unterbringung des Soldaten sowie um Neben- bzw. Wirtschaftsgebäude. Im Gegensatz zu den Grabungsergebnissen im Bereich des Schlosses wurden hier die Holzbauten nicht durch Steingebäude ersetzt. Ein punktförmiges Fundament und der Rest einer schmalen L-förmigen Mauer sind die einzigen steinernen Überreste. Sie stehen mit einem hölzernen Bau in Verbindung, der nur ansatzweise erfasst werden konnte.

In der Spätantike wurde das Kastell verkleinert und parallel eine neue Lagermauer errichtet. Die Türme wurden durch Hufeisen- oder Fächertürme ersetzt und somit wesentlich vergrößert. Innerhalb des Kastells konnte keine Bebauung aus Zeitraum nachgewiesen werden.

 

Befundübersicht Teil 2

Nach dem Ende der römischen Besiedelung konnte auf dem untersuchten Areal keine Siedlungskontinuität zwischen dem 5. und dem 14./15. Jahrhundert nachgewiesen werden. Weder fanden sich Hinweise auf eine frühmittelalterliche Besiedelung, noch konnten Reste der sogenannten „Herlungburg“ freigelegt werden.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Wenige Funde datieren einen Besiedelungsneubeginn des Areals im 13. Jahrhundert. Aus dieser Zeit konnten jedoch keine Bautätigkeiten dokumentiert werden.

 

Die großflächig nachgewiesene sogenannte „Schwarze Schicht“, eine über einen langen Zeitraum angewachsene Bodenbildung, überlagert die baulichen Überreste der Römer. Sie bildet eine Grenze zwischen römischer und mittelalterlicher Besiedelung. Die genaue Ursache für dieses Phänomen, das auch in anderen Städten beobachtet werden konnte, ist nicht eindeutig geklärt. Landwirtschaftliche Nutzung, Tierhaltung oder eine tatsächliche Aufgabe des Standortes werden diskutiert.

 

Konkrete Spuren einer Bautätigkeit finden sich erst ab dem Spätmittelalter. Dokumentiert wurden die Fundamente von zwei Steingebäuden. Das nördliche vollständig freigelegte Gebäude war vermutlich zweistöckig. Die Reste des dazugehörigen Treppenfundaments wurden südlich des Hauses ausgegraben. Das zweite Gebäude konnte nur in einem kleinen  Ausschnitt freigelegt werden. Es war zweifellos unterkellert und bildete eine Grenze zum südlich gelegenen Außenbereich, der intensiv handwerklich genutzt wurde. Hier konnten sechs Öfen untersucht werden.

Befundübersicht Teil 3

An der Hauptstraße befand sich ein nicht unterkellertes Wohngebäude, dessen Kern im Spätmittelalter errichtet wurde. Im 16./17. Jahrhundert kam es im Süden des Gebäudes zu zahlreichen Um- und Zubauten. Es handelte sich hier um Nebengebäude, die mit Lehm- und Holzfußböden ausgestattet waren. In diesem Bereich konnte auch eine Brandschicht dokumentiert werden, die wahrscheinlich mit dem großen Brand aus dem Jahr 1885 in  Verbindung steht.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

Im Osten schloss die ehemalige straßenseitige Hofeinfahrt an, die sich bis in den hinteren Parzellenbereich erstreckt. Hier wurde ein mit Steinplatten abgedeckter Kanal freigelegt, der Richtung Donau entwässert und sicher bis ins 19. Jahrhundert in Funktion stand.

 

Im Süden des noch bestehenden Caritas-Hauses wurde ein Gebäude aus dem 16./17. Jahrhundert dokumentiert. Auch hier wurden spätmittelalterliche Mauerzüge in das Gebäude integriert.  Der frühneuzeitliche Bau war mit einem Keller ausgestattet. Im Erdgeschoss zeigte sich eine architektonische Besonderheit. Nach Osten, in Richtung der Kirche, wurden die Reste von Arkaden freigelegt. Ein Hinweis, dass es sich um eine repräsentatives Gebäude gehandelt haben könnte.

Gestaltung Hauptplatz

Zur Ideenfindung eingeladene Planungsbüros.

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