Wer
viel mit seinem Fahrrad unterwegs ist, sollte es auch gut gegen Diebstahl
schützen. Die Kriminalprävention gibt Tipps zur sicheren Verwahrung und Diebstahlsicherung.
Erfreulicherweise ist
die Zahl der Anzeigen wegen Fahrraddiebstahls im letzten Jahr gesunken: 2017
wurden um 2.670 Fahrräder weniger als gestohlen gemeldet als noch 2016. Insgesamt
verzeichnete die Polizei 24.795 Diebstahlsanzeigen, 7.983 davon in Wien. Oftmals
können das richtige Schloss und die Auswahl des geeigneten Abstellplatzes
helfen, um vor Dieben sicher zu sein.
Das geeignete Schloss
Um ein
geeignetes Schloss auszuwählen, muss man sich den Zweck überlegen: Möchte man
das Fahrrad im öffentlichen Raum über mehrere Stunden abstellen, sollte man auf
jeden Fall ein schwereres, hochwertigeres Schloss, wie etwa ein
Panzerkabelschloss, ein Bügelschloss oder ein Kettenschloss verwenden. Für ein
kurzfristiges Abstellen für einen Zeitraum von nur wenigen Minuten würde auch
ein Kabelschloss oder Rahmenschloss reichen. Diese dienen allerdings nur als
„Wegfahrsperre“ gegen den Gelegenheitsdiebstahl und sind als „nicht sicher“
einzustufen. Schlösser, die mit einem Schlüssel sperrbar sind, gelten als
sicherer als Schlösser mit Nummernkombination. Achtung: einige Schlösser, die
dick aussehen, sind nur „gut isoliert“ und haben einen dünnen Metallkern.
Lassen Sie sich im Fachhandel beraten.
Folgende
beiden Grundsätze gelten:
·
Panzerkabelschlösser, Kettenschlösser und Bügelschlösser
haben einen hohen Zeit- und Materialaufwand beim Aufbrechen.
·
Kabelschlösser, Rahmenschlösser und Nummernschlösser haben einen geringen
Zeit- und Materialaufwand beim Aufbrechen.
Der geeignete Abstellplatz
Neben der richtigen Schlossauswahl gilt es den geeigneten Abstellplatz
auszuwählen. Grundsätzlich sollte ein belebter, heller Platz ausgewählt werden.
Wenn das Fahrrad regelmäßig mehrere Stunden abgestellt wird, sollte man unter
mehreren Abstellplätzen variieren. Ein
Rad, das immer am gleichen Platz abgestellt ist, erweckt den Eindruck, dass es
keinen Besitzer mehr hat. Das senkt die Hemmschwelle für einen Diebstahl. Das
Fahrrad sollte immer an einem festen Gegenstand, am besten einem
Fahrradabstellplatz, abgesperrt sein. Zu beachten ist, dass mehrere Komponenten
des Fahrrades – zumindest ein Laufrad und der Rahmen – mit dem Abstellrahmen
versperrt sein sollen. Das Schloss sollte nicht am Boden aufliegen.
Auch zu
Hause sollte das Fahrrad sicher abgestellt und abgesperrt werden. Die Zugänge
zu Kellerabteilen und Fahrradabstellräumen sollten abgesperrt und die Räume
regelmäßig kontrolliert werden. Ein blickdichtes Kellerabteil schütz zudem vor
dem Ausspionieren teurer Fahrräder oder anderer wertvoller Gegenstände. Zubehör
wie Fahrradcomputer, Werkzeug, Akkus bei Elektrofahrädern und ähnliches soll
unbedingt abgenommen werden.
Der Fahrradpass
Die
wichtigsten Eckdaten des Fahrrades sollten unbedingt schriftlich, zum Beispiel
im Fahrradpass des B.M.I, notiert werden. Sollte das Fahrrad doch
abhandenkommen, ist dies nicht nur ein Nachweis des Eigentumsverhältnisses,
sondern dient auch bei der Anzeigenerstattung bei der Polizei. Die Polizei
identifiziert Gegenstände nach deren Individual- oder Seriennummer. Wenn bei
der Anzeigenerstattung keine Nummer angegeben werden kann, gibt es auch kaum
eine Chance das gestohlene Fahrrad wiederzubekommen.
Die
Seriennummer findet man am Rahmen des Rades eingestanzt, meistens im Bereich
des Tretlagers. Weitere Merkmale, die man am Fahrrad erfassen sollte sind
Farbe, Marke und Art des Fahrrades, Marke und Art der Gangschaltung, Art des
Antriebes und des Akkus bei Elektrofahrrädern, besondere Ausstattungen oder
Merkmale und eventuelle Beschädigungen.



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